Über uns

Über unsere Geschichte

Fier fünf Mann mach asch koa Bix-Wurscht off, sagte die Frau Wirtin. Und da dachten sich eine Hand voll junger Burschen 1949: Wir gründen einen Verein. Man kann zusammen etwas unternehmen, und so ein Verein findet auch mehr Anerkennung als eine Clique junger Rowdies.
Namen wie Werner Koob, Werner Gnade, Karl Kuhlmann, Günter Schneider, Werner Gerhard, Paul Naumann sind ein Teil dieser Rüpel.Die Burschenschaft ´ Club Fidelio ´ war gegründet. Und die Heldentaten begannen. Hier ein paar Beispiele:
Die Burschen fuhren mit dem Gesangverein ins Krofdorfer Land. Als die Alten späht abends nach hause wollten, hatten die Jungen keinen Heimgang. Als dann auch das ganze Geld vertrunken war, blieb nur noch der Milchkutscher um über zig Dörfer heim zu kommen. Damals hieß das nicht Minicar sondern Millie-car
Beim singenden Wirt in Braubach war es nicht der Wirt, der so schön sang, sondern die Burschenschaft. Zwar hatte jeder einer Biermarken, diese brauchte aber keiner auf. Denn es gab reichlich Freibier, was auch so manchem zu schaffen machte.

In Nassau an der Lahn hatte einer ausgemacht, daß es in der Nachbarschaft die schönen modernen Biertulpen gab. Fast jeder klaute sich eine. Und so machte die Burschenschaft erstmals Bekanntschaft mit der Polizei.

Das kriminelle Treiben ging weiter:
Beim Besuch der Burschenschaft Club Mitternacht bekamen die Altenstädter Besucher einen Platz neben der Kapelle. Zwar konnte man von hieraus das Geschehen im Saale nicht besonders gut verfolgen, aber das bereitgestellte Essen für die Kapelle wurde gesichtet. So begab es sich, daß der Band die ganze Wurst weggefressen wurde.

1964 war nicht nur das wundervolle Jahr, in dem der heutige erste Vorsitzende geboren wurde, nein auch die zweite Altenstädter Burschenschaft ´ Club Immerfroh ´ wurde gegründet. Stammkneipe dieses Vereins war das Gasthaus Zipp.

Schnell wurden aus der Hand voll Mitglieder mehr. Und mit mehr Helfern kann man auch größeres auf die Beine stellen.

Die Burschenschaften richteten die Kirmes aus. Kann sich noch jemand an den Umzug durchs Dorf samt Bett erinnern?

Die Bilder dokumentieren diese Zeit (folgen noch).

Aus den Kindern mit den bunten Fahrrädern hinterm Umzug wurden neue Mitglieder. Viele dieser Milchbärte auf den Bildern sind heute gestandene Männer. Der eine ist heute Kassierer der andere erster Vorsitzender und viele mehr.

Aus den einstigen Vereinsgründern wurden reife Männer, der harte Kern, die Stütze eines jeden Vereins. Auch ein, in Anführungszeichen, Jugendlicher Verein benötigt ältere erfahrene Mitglieder. Und wir sind stolz auf diese.

Mit neuen Mitgliedern kamen auch neue Ideen hinzu. Fußballturniere wurden veranstaltet, Waldfeste gefeiert, Altennachmittage und vieles mehr. Der Altennachmittag wird im übrigen nicht deshalb nicht mehr veranstaltet, weil man keinen Bock mehr hatte, sondern weil die Burschen zusätzlich zum Aufwand auch noch eine Miete fürs Gemeindehaus zahlen sollten.
Am Freitag vor der Kirmes wurde erstmals in Klein-Altenstädten ein Rockabend mit Schulbands veranstaltet. Die Altenstädter Burschenschaften sind der Erfinder des Rockabends im heimischen Raum. Bei der ersten Profiband hat man lange gezögert sie zu verpflichten. Die wollten doch ganze 800,- DM Gage. In Altenstädten gab es auch immer das Eierbrot zum Frühschoppen.

Viele Burschen ließen es sich nicht nehmen Montags in der Frühe mit dickem Kopf vom Vortag die Eier zu sammeln. Hier kam es zu manchen lustigen Geschehnissen die in einigen Bierreimen niedergeschrieben wurden.

Auch wußte man im Rausch und in der Hektik nicht immer ganz genau welchen Namen man in das Sammelbuch eintragen mußte.
Hier ist das Korpus-Dilicti. So einige Auszüge:
Bibbies, Nachbar von Ingobert, weißes Haus, Barbabara Rennhack, Grittches Klaus, Auto-Nr. KE222, Pressbittersch, Schorsch Thier
Mussik spielt widder awwer ich bin müd,
von dene Leut´ mit dem bissische Hund.
***
Auf dem Geländer an der Dill,
da warte ich und sitze still.
Der V2 sitzt neben mir,
ich bin durstig, er hat Bier.
Gerhard kriegt einen großen Schluck,
der Reim ist fertig, zick, zack, zuck.

Ich sitz auf dem Geländer,
und schwanke vor mich hin
und schreibe das Gedicht,
es reimt sich nicht.
Die Musik spielt, die Kinder singen,
viel lieber würd´ ich die Zeit im Zelt verbringen.
Mein letztes Pfläumchen aus dem Hosensack,
schmeckt gut, weg ist es, zack, zack, zack.

Die Altenstädter Kirmes war ohnehin ein Einzelstück im heimischen Raum. So hatten wir einen automatischen Tannenabrißservice. Nein Gerhard hiermit ist nicht gemeint, daß du beim Tannenschleifen fast einen Wohnwagen umgeworfen hast. Gemeint ist, daß wir jedes Jahr größere Bäume nahmen, Albrecht Schneider beim Zeltabholen diese aber trotzdem immer samt dem Schleier mit seinem Laster umriß.
Auch sind die Altenstädter sehr sparsam. Wenn Autoscooter fahren hat die Kapelle im Zelt Pause. Der Strom wurde gerecht aufgeteilt. Und die Burschenschaft ist sehr hilfsbereit. Als der Schießbudenbesitzer bei der Ausübung seines gefährlichen Berufes einen Kopfschuß erlitt, sprang sofort ein Junge namens Wurscht ein und führte die Bude über die restliche Zeit des Festes.

Zwei Gesangvereine im Dorf waren die Elternvereine für zwei Burschenschaften. Männergesangverein und Germania schlossen sich zur Chorgemeinschaft zusammen.
Am 31.01.1987 schmolzen auch die beiden Burschenschaften zu einer zusammen.
´ Die Kietzeleu ´ wurde diese getauft. Wo der Name herkommt, bedarf keiner großen Erklärung. Benannt wurde sie nach dem zweiten, lustigen, stolzen, germanischem Volksstamm, neben den Galliern, der sich von keiner Macht der Welt unterdrücken läßt.
Zur Kirmes hinzu kam ein kleines Open-Air auf dem Festplatz. Das erste Open-Air fand allerdings am Fernsehturm am Vorabend vorm Waldfest statt. Lichterketten, Lagerfeuer eine tolle Atmosphäre. Aber wir waren ein paar Aßlarer Bürgern, (in Klammern Römer) zu laut. Und außerdem stören wir das empfindliche Wild. Das gleiche Wild fand sich dann im Jahr darauf pünktlich zum Spielbeginn der Oldies auf der Wiese oberhalb des Festplatzes ein.

Doch nicht nur der NAUMOARISCHE KROAM auch traditionelles wird gepflegt. Zwei Mundartabende fanden in der Aßlarer Stadthalle statt. Der erste mit Fäägmeel der zweite mit den Noachteule und Emil Winter. Auch heute unser Gast. Der dritte soll im September 2000 wieder mit Fäägmeel stattfinden.
Am 30. April dieses Jahres wurde zum zweiten mal ein Maibaum aufgestellt. Mit Kranz und Scherben, dem Wappen der Burschenschaft und dem Asslarer Wappen. Wichtig ist es hier, die Liedvorträge der Chorgemeinschaft zu erwähnen. Das gemeinsame Arbeiten mehrerer Ortsvereine schweißt das Dorf zusammen und kann viel Freude bereiten. Nochmals vielen Dank für die Unterstützung.
Und nach langer Pause werden auch wieder Waldfeste veranstaltet. In alter Tradition aufgezogen mit Eierlaufen, Sackhüpfen, Dosenwerfen, etc. Und für die Alten steht selbstverständlich ein Bierstand bereit. Einladung zu einem Spaziergang mit Kind und Kegel. Klar, daß das Wetter mitspielen muß. Aber es gibt auch warme Kleidung.

 

Ihr wollt Teil unseres schönen Vereins werden, hier gibt es die Beitrittserklärung zum Download:
Beitritserklärung